Mittwoch, 18. April 2018

Vorhang auf für Pulsatilla vulgaris, das Küchenblümlein...



Jahrelang habe ich versucht, die Kuhschelle in meinem Vorgarten anzusiedeln. Das ging ein, zwei Jahre gut und dann war sie wieder verschwunden. Weil ich im Frühjahr nicht auf diese wunderschöne Staude verzichten wollte, pflanzte ich sie schließlich in winterfeste Keramiktöpfe in ein eigens auf sie abgestimmtes Substrat. Während der kalten Jahreszeit stehen die Pflanzen geschützt unter der hohen 'Zwergweymouthskiefer'. Seitdem entwickeln sie sich prächtig und blühen im Frühjahr wunderschön, so dass ich Lust auf noch mehr - und zwar auf weiße Kuhschellen - bekomme.

Die Kübel mit den Lenzrosen standen den ganzen Winter über vor meiner Terrassentür. Nun mussten sie Platz machen für die Töpfe mit den Kuhschellen, damit ich sie immer vom Eßzimmer aus sehen kann. Einige habe ich mit der Gartenaurikel zusammengepflanzt. Das gibt dann noch einmal ein schönes Bild, wenn die auch noch blühen. So schafft man sich sein kleines Gartenglück.

Insgesamt habe ich Kuhschellen in drei dunkelblauen und in fünf hellblauen Keramiktöpfen plus zwei Neuzugänge (violett), ebenfalls in hellblauen Töpfen. Während ich früher die kräftig rosafarbenen am liebsten mochte, gefallen mir inzwischen die violetten fast noch besser. Und wenn ich sehe, zu welch prächtigem Tuff sich die einzige weißblühende Pflanze entwickelt hat, spricht vieles dafür, dass sie kein Einzelstück bleiben sollte... 

Pulsatilla vulgaris, die 'Gewöhnliche Kuh- oder Küchenschelle', wächst ausdauernd und krautig, blüht von März bis Mai. Ihre Blüte zieht Bienen und Hummeln an. Sie gehört zu den Hahnenfußgewächsen, gilt als Trockenpflanze und wird deshalb vorzugsweise als Steingartenstaude angeboten. Ihre Knospen, Stiele und das Laub sind behaart. Sie hat einen polsterförmigen Wuchs und nach der Blüte wunderschöne fedrige Samenstände. Sie mag sonnige, warme Standorte, einen kalkhaltigen, sandig-humosen und durchlässigen Boden. Bei Wurzeldruck durch andere Pflanzen und bei Überdüngung verschwindet sie (!). Man sollte es also nicht zu gut mit ihr meinen.  Alle Pflanzenteile sind giftig.













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Ich wünsche Euch eine gute Zeit, bleibt gesund,
Eure Edith

Freitag, 13. April 2018

Tuinieren maakt gelukkig...


Hetty aus den Niederlanden ist – genau wie ich - davon überzeugt, dass das Gärtnern Menschen glücklich macht. Gerne schaue ich bei TUINVERHALEN vorbei und amüsiere mich köstlich über die Gartengeschichten, in denen Hetty mit einer guten Portion Humor von ihren mit einem Happyend gekrönten Erfolgen oder auch über fehlgeschlagene Versuche und Misserfolge erzählt.




Ein großes Loch in der hintersten Ecke des Hochbeets unseres ehemaligen 'Wasserfalls' zeugt von meinem jüngsten und größten Fehlschlag überhaupt. Unser Nachbar hat dort vor ein paar Tagen ein Bäumchen, das mit mittlerweile drei Metern Höhe ein Baum zu werden drohte, ausgegraben, dieses auf seinen Anhänger geladen, um es anderenorts wieder einzupflanzen. Als ich ihm noch einen Topf mit einem ca. 1,20 m hohen Bäumchen anbot, sagte er: 'Geben Sie es nur her, dort ist viel Platz.'





Der Cornus kousa in meinem Vorgarten zieht seit Jahren im Frühling mit seiner überreichen Blüte alle Blicke auf sich. Seinen dortigen Platz bekam er 1991. Es dauerte Jahre, bis sich nach der Blüte grüne Früchte bildeten, die sich in ein leuchtendes Rot verfärbten, Ähnlichkeit mit Erdbeeren haben und sogar essbar sind.





Meine Tochter war von Anfang an eine große Bewunderin dieses Blühwunders und wollte unbedingt auch einen Cornus kousa in ihrem Garten haben. Dann entdeckte ich vor ein paar Jahren eine ganze Anzahl von Sämlingen unter dem Baum. Beim Naschen der Früchte hatte ich die Samen einfach aufs Land gespuckt. Die Freude über die Bäumchen war groß.





Drei der Sämlinge pflanzte ich in Töpfe, hegte und pflegte sie, so dass sie sich gut entwickelten. Einen Topf verkaufte ich für 1,50 Euro auf der Staudenbörse. Das schönste Exemplar pflanzte ich ins Hochbeet mit dem Versprechen an meine Tochter, dass – sobald sich die ersten viereckigen weißen Blüten zeigen – dieser Baum in ihren Garten kommt.





In jedem Frühjahr standen wir vor dem Bäumchen, hielten Ausschau nach ersten Knospen, wobei mir bekannt ist, dass durch Stecklinge vermehrte Sträucher schneller blühen als Sämlinge. Also übten wir uns in Geduld.





Letztes Jahr im Frühling war es endlich so weit: Knospen in Sicht. Die Spannung stieg. Dann die Enttäuschung, sie bildeten Puschel mit unscheinbaren grünlich-weißen Blüten, aus denen sich schließlich grüne Kügelchen entwickelten. Und das nach der jahrelangen Vorfreude! Ob die Kügelchen sich noch verfärbten, kann ich nicht sagen. Sie waren, als ich noch einmal schauen wollte, weg, wahrscheinlich von den Vögeln meines Gartens verspeist worden.





Das ist das traurige Ende meines Versuchs, einen Cornus kousa aus Samen heranziehen zu wollen. Ich glaube, ich bin es meiner Tochter - nachdem ich sie jahrelang auf die Folter gespannt habe - schuldig, mal tief in die Tasche zu greifen und ihr einen blühenden Cornus kousa im Kübel zu schenken. Ich weiß auch schon, wo ich eine große Auswahl finde: in Ahaus und Holtwick...


Und wie ist es bei Euch mit den Erfolgen und Misserfolgen? Macht Euch das 'Tuinieren' glücklich?

Wer von Euch hat eventuell noch Zeit und Lust auf die Geschichte von Cornus & Kousa?

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Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende, bleibt gesund,
Eure Edith

Montag, 9. April 2018

Sind Lenz-Anemonen zickige Diven oder mache ich etwas falsch?


Auch sie gehören mit ihren edlen, romantischen Blüten zu meinen Favoriten im Frühling, die Lenz-Anemonen (Anemone coronaria), ebenfalls ein Hahnenfußgewächs.


Im Moment ist meine Freude zwar ziemlich getrübt, weil meine beiden Töpfchen, die mein Treppenhaus zu Ostern schmücken sollten, das Fest gar nicht erst erlebten. Keine der vielen Knospen ist aufgeblüht. Die Stiele nahmen plötzlich kein Wasser mehr auf, wurden schlapp und knickten um. Keine Ahnung, weshalb das passierte. Der Handel wirbt mit ihnen auf jeden Fall 'für drinnen & draußen'.

Anemone coronaria gilt an geschützten, sonnigen Standorten als winterhart und mehrjährig, blüht ab Februar auf stabilen ca. 25 cm hohen Stielen mit großen, leuchtenden einfachen und gefüllten Blüten in Weiß, Rosa,  Rot, Blau und gilt als ideal für Balkonkästen und Pflanzgefäße. Es wird empfohlen, sie nach der Blüte im Garten auszupflanzen. Bei mir ist allerdings noch keine Lenz-Anemone  im folgenden Frühjahr wieder ausgetrieben. 

Vor Wochen hatte ich mir ja schon eine weißgefüllte gekauft und ins unbeheizte Schlafzimmer gestellt. Dort öffneten sich zwar sämtliche Knospen. Der Durchmesser der Blüten betrug aber noch nicht einmal drei Zentimeter. Letztendlich war auch dieses Töpfchen eine Enttäuschung.

Trotz allem sind sie schön anzuschauen, wie meine nachfolgenden Fotos beweisen oder?











Letzte Chance draußen an der frischen Luft. Ich habe wenig Hoffnung, dass das noch was wird...



 


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https://floral-passions.blogspot.de/2018/04/floral-bliss-67.html 
https://floralfridayfoto.blogspot.de/2018/04/fff333-rosa-just-joey.html 


Ich wünsche Euch einen schönen Tag, bleibt gesund,
Eure Edith

Mittwoch, 4. April 2018

Im Reich der bunten Falter...



Sie haben so wunderschöne Namen wie 'Himmelsfalter', 'Blauer Segler', 'Waldgeist', 'Königspage', 'Monarchfalter', 'Weiße Baumnymphe', 'Malachitfalter', 'Goldener Hekale', 'Leopardennetzflügler' bis hin zu 'Kleiner Postbote' und 'Feinschmecker'. Die Namensliste der mehr als 1000 Schmetterlinge in 40 bis 50 verschiedenen Arten, die eigentlich in Costa Rica bzw. Malaysia zu Hause sind, ist sehr lang. Freifliegend und farbenprächtig inmitten tropischer Pflanzen  kann man sie dort bewundern. Die Luft  ist feucht und warm, viel zu warm für eine Jacke.

Ja, ich hatte mich noch einmal aufgemacht nach Emsbüren zum Erlebnispark von Emsflower und  mich dort auf Fotosafari begeben. Hier zeige ich Euch meine Impressionen aus dem Schmetterlingsparadies.



































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Hier werfen wir noch einen kurzen Blick ins Puppenhaus, in die Kinderstube einschließlich Geburtshaus. Es mutet ein wenig an wie Wäsche auf der Leine. 


Der linke Nachbar ist schon weg.
 

Aber richtig fertig und flugfähig ist der untere aber anscheinend noch nicht...



Es geht nichts über diesen riesigen, wunderschönen blauen Schmetterling. Dabei handelt es sich um Morpho peleides, den HIMMELSFALTER. Die bunten Falter sausten unentwegt wie wild durch die Halle. Fast hatte ich mich schon damit abgefunden, ohne Foto fortzugehen. Am Ende gelangen mir doch noch einige schöne Schnappschüsse.



Ich wünsche Euch einen schönen Tag. Bleibt gesund.
Eure Edith