Montag, 16. Oktober 2017

Pilze in meinem Garten: die Leser haben das Wort...



Ähnliche 'Ganzjahrespilze' sah ich zum ersten Mal bei Living & Green und sofort wusste ich, dass ich die auch haben möchte. Nun ja, es hat ein bisschen gedauert.

Die Posts von Tante Mali vom 15. August und 12. September 2017 haben mich wieder daran erinnert. Ich las mir dazu noch die Erfahrungen im Internet durch und begann damit, meine eigenen zu machen. 

Eigentlich ist es ganz leicht, den Hut und den Stiel mit Hilfe der Perlonsöckchen bzw. Kniestrümpfe herzustellen. Schwieriger wird es dann schon mit dem Zusammenfügen der beiden Teile. Bei zwei Pilzen klappte es auf Anhieb, beim dritten nicht. Ich versuchte es, da der Beton inzwischen fest geworden war, erfolglos mit Fliesenkleber. Mit Montagekleber klappte es dann.  

Beim nächsten Versuch achtete ich darauf, dass der Hut eine starke Wölbung hat und der Stiel oben eben und nicht spitz zulaufend ist. Beim Zusammenfügen mit Beton habe ich den Stiel in den feuchten Beton getaucht, einen Klacks Beton auf der Innenseite des Hutes ausgebracht, den Pilz - auf dem Kopf (Hut) stehend - kreuzweise mit Perlonbändern stramm fixiert und dann Hut und Stiel gründlich rundherum mit Beton 'verputzt'. Nach zwei bis drei Tagen ist der Beton endgültig fest. Man kann die Bänder lösen und den Pilz hinstellen.

Übrigens, mit dem Kies von meiner Tochter wurde der Beton zu grobporig, so dass ich mir dann Quarzsand mit einer Körnung von 0,1 bis 0,4 mm im Baumarkt besorgte. Nach dem Mischen von Quarzsand und Zement im Verhältnis 2 zu 1, also zwei Teile Quarzsand - einen Teil Zement, muss man  beim Hinzufügen von Wasser sehr vorsichtig vorgehen. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Mischung richtig ist, wenn sie leicht von der Gartenkelle flutscht. 

Ich habe auch Hüte nach der Methode 'Easy Mushrooms' hergestellt, allerdings nicht mit Holz-, sondern mit Betonfuß. Mir gefallen die Ergebnisse sehr. Allerdings musste ich feststellen, dass es im Hinblick auf das Zusammenfügen von Hut und Stiel sinnvoll ist, in der Mitte des Hutes innen eine Vertiefung anzubringen. Dazu diente mir ein kleiner Blumentopf aus Ton.

Hier folgen nun Fotos von meinen ersten Versuchen. Mir stellt sich jetzt die Frage: Bemalen oder nicht bemalen? Eure Meinung dazu interessiert mich sehr. 

Jeder Pilz ein Unikat: ein glückliches Paar...

Eine Familie...


Meine Intensivstation: vorübergehend zweckentfremdet...

Pilzhut nach der Easy-Mushroom-Methode, bei der man auch große und flache Hüte formen kann...


Easy-Mushroom-Methode mit Vertiefung für den Stiel...
Das ist keine Werbung! Beim Mischen von Quarzsand & Zement Mundschutz tragen. Es staubt...


Nein, das ist keine neue Kreation von mir. Das sind Pilze, die in meinem Garten unter der hohen Österreichischen Schwarzkiefer wachsen.



Nun seid Ihr dran. Ich bin gespannt auf Eure Meinung. Soll ich mich mit Pinsel & Farbe versuchen und mein Maltalent unter Beweis stellen oder es lieber sein lassen?
 
All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen guten Start in die neue Woche.

Samstag, 14. Oktober 2017

Eine neue Liebe: Geranium wlassovianum...



War ich im vergangenen Jahr noch total in Philippe Vapelle verliebt, in das schöne Geranium mit den samtenen Blättern und den wunderschönen blauen Blüten, so schwärme ich momentan für das Geranium wlassovianum, den  Sibirischen Storchschnabel.

Im vergangenen Jahr hatte ich mir eine große Pflanze gekauft, sie geteilt und alle sechs Jungpflanzen über den Winter gebracht. Als der Bereich rund um den Efeubaum  im Frühsommer neu gestaltet wurde,  war ich froh, dass ich die inzwischen richtig buschigen Stauden hatte. Sie begannen gerade zu blühen. 
 

Weil ich diese Farbe so liebe und ich den Kreis um den Efeubaum mit ihnen nicht schließen konnte, suchte ich im Gartencenter erneut nach einer großen kräftigen Pflanze. Die bekam ich sogar reduziert für 4,99 Euro. Zu Hause konnte ich sie fast nicht aus dem Topf bekommen. So verwurzelt war die Staude und das Substrat war steinhart. An ein Auseinanderziehen des Wurzelwerks war gar nicht zu denken. Ich mußte das Geranium mit einem alten Küchenmesser zerteilen. Meine Sorge war groß, dass die Vermehrung diesmal nicht klappen könnte.

Ich brachte die Töpfchen auf meine 'Intensivstation für Pflanzen'. Und das Wunder geschah. Obwohl ich die Rhizome stark eingekürzt und sämtliche Blätter abgeschnitten hatte, trieben die Pflanzen sofort wieder aus. Die unteren Töpfe zeigen sie nur vier Wochen nach der Teilung. Ich bin guter Dinge, dass ich sie noch im Spätherbst an den vorgesehenen Platz pflanzen kann.


Wie oben schon erwähnt, habe ich dieses Geranium  erst seit dem vergangenen Jahr. Ich kaufte es, weil es so schön belaubt war, mir die Blätter, die sich im Herbst orangerot verfärben, und die violetten Blüten so gut gefielen. 

Es ist winterhart, gilt als robust und anspruchslos, blüht etwas später als andere Storchschnäbel, und zwar von Juni bis September. Es soll bis 80 cm hoch werden. Das konnte ich noch nicht feststellen, weil die Staude sich bei mir 'liegend' ausbreitet. Ein Rückschnitt nach der Blüte wird empfohlen. 

Es mag Sonne bis Halbschatten. Der Boden sollte humos sein. Die Vermehrung erfolgt durch Samen oder Stecklinge. Ich finde, dass man die Stauden am besten und schnellsten durch Teilung einer großen Pflanze vermehren kann, sofern man nicht paar Dutzend davon benötigt.



Und siehe da: das erste Töpfchen blüht inzwischen, zwei weitere haben ebenfalls Knospen angesetzt. Auf jeden Fall werde ich diese drei Storchschnäbel in den nächsten Tagen schon mal auspflanzen.


Das war mein Gartenglück für diese Woche.


All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes Wochenende.

Freitag, 13. Oktober 2017

Friday Flowerday, heute mit der blauen Lampionblume Nicandra physaloides...



Als ich meiner Tochter erzählte, dass ich mir einen Eimer Kies kaufen wollte, um mit Zement zu experimentieren, sagte sie mir, dass vor ihrer Garage ein großer Haufen Kies läge, den mein Schwiegersohn zum Wertstoffhof bringen wollte. Den Anhänger dafür habe er sich schon besorgt. Ich müsse mich beeilen.

Als ich mich dort am folgenden Tag einfand, sah ich wohl den Kies. Aber ich staunte nicht schlecht, dass in dem Kies zwei große, blaublühende Lampionblumen  standen, die auch entsorgt werden sollten. Viel zu schade, dachte ich, und nahm ein paar Zweige für die Vase mit nach Hause. 

Außerdem entdeckte ich noch drei kleine Sämlinge. Natürlich weiß ich, dass Nicandra physaloides einjährig ist. Aber man kann ja nie wissen. Ich hätte sie gerne in meinem Garten, weil ich die Blütenfarbe und die lampionähnlichen Samenkapseln in tiefem Schwarz mit grüner Spitze so schön finde.







Durch die Fahrt und den Transport im Kofferraum hingen die großen Blätter ein wenig schlapp nach unten.



Während sich die Blätter über Nacht gut erholt hatten, waren in der beheizten Wohnung zunächst sämtliche Blüten abgefallen. Und jetzt vor dem Veröffentlichen des Posts zähle ich schon wieder sieben Blüten aus Knospen, die ich als solche gar nicht erkannt und für Samenkapseln gehalten hatte. Es ist ein Gratis-Strauß, der Freude macht und keine 'Begleiter' benötigt..



Wie schon erwähnt, ist Nicandra physaloides eine einjährige Pflanze, die sich durch Selbstaussaat vermehrt. Sie ist schnellwachsend, wird bis zu 1,50 m hoch und bildet schon nach ca. 8 Wochen Hunderte von zartvioletten Blüten mit einem dunkleren Stern in der weißen Mitte, aus denen sich nach dem Abblühen lampionähnliche Samenkapseln entwickeln. Die Samen sind im November reif, wenn sie braun sind. Man sollte sie dunkel und kühl lagern. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr. Nicandra physaloides wird nachgesagt, dass sie die weiße Fliege vertreibt.

Die Samenkapseln hatte ich von den unteren Stielen abgestreift...


All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.

Montag, 9. Oktober 2017

Obelisk 'Empire' im Garten, ein kurzlebiger Spaß...


So schön
 kann der Obelisk 'Empire' mit einer Clematis aussehen.
 Leider ist der Spaß nicht von allzu langer Dauer.


Eines Tages kommt man in den Garten und wird von diesem Bild überrascht.

Staudenclematis...
Der Obelisk ist samt der Staudenclematis umgekippt. In diesem Fall war er auf ein Hochbeet gefallen, was zum Glück ein Abbrechen der Clematis verhindert hat . Es zweiter Obelisk machte es ihm nach. Inzwischen sind es fünf.

Ja, liebe Leserinnen und Leser, ein wahrlich 'rostiges Ende' hatten inzwischen fünf von meinen 'traditionellen Obelisken' namens 'Empire'. Gefertigt wurden sie aus Schmiedeeisen-Vierkantprofilen. Sie waren pulverbeschichtet, was immer das auch heißen mag. Es hörte sich auf jeden Fall gut an. Deshalb bestellte ich nach und nach für meinen Garten insgesamt 13 Stück mit einer Höhe von 245 cm (inklusive Erdspieß), nachdem ich beschlossen hatte, aus Platzmangel mit diversen Waldreben (Clematis) in die Vertikale zu gehen.

Und in diesem Sommer nun wurden bislang insgesamt fünf von ihnen dahingerafft. Sie brachen in sich zusammen und kippten mit den Waldreben um. Wie die Fotos zeigen, verblieben meist der unterste Ring und die Erdspieße jeweils im Boden. 

In nur wenigen Jahren sind die Vierkantprofile im Bereich der Schrauben völlig vom Rost zerfressen. Und ich hatte die Obelisken in dem Glauben gekauft, dass sie mich überleben würden. Der Preis lag bei rund 60 Euro pro Stück.

Sie werden immer noch und inzwischen zum Preis von 64,95 Euro angeboten, allerdings mit dem Zusatz: 'Besserer Schutz gegen Rost! Alle Eisenartikel wurden für höhere Witterungsbeständigkeit gereinigt und vorbehandelt sowie 2 x mit elektrostatischem Pulverlack überzogen'. Das kann mich jetzt auch nicht mehr trösten. Der Hersteller hätte wissen müssen, dass er einen sehr kurzlebigen Artikel auf den Markt bringt.

In meinem Garten steht seit 29 Jahren ein Obelisk aus Bandeisen, den ein Schlosser seinerzeit angefertigt hatte. Der Obelisk wurde einmal gemennigt und lackiert. Er sieht immer noch aus wie am ersten Tag.

Ich entschied mich seinerzeit für eine Bestellung nach Katalog, weil mir die Form mit der gedrehten Spitze, die übrigens nicht hohl ist und überlebt hat, so gut gefiel. Und nun habe ich ein Problem, wie ich meine Waldreben in Zukunft stützen kann. Traurig ist, dass in nächster Zeit auch noch die anderen acht etwas später gekauften Obelisken folgen werden, keine guten Aussichten...

Clematis 'Miene belle' und 'Durandii': der untere Ring und die Erdspieße stecken noch im Boden...

Clematis 'Durandii' mit unterem Ring und völlig verrosteten Erdspießen...




Wenn ich mir den Schrott so ansehe, dann mag ich nicht glauben, dass durch das Überziehen mit einem Pulverlack die Obelisken einen besseren Schutz gegen Rost erhalten. Das Problem liegt meines Erachtens darin (wie die nachfolgenden Fotos auch beweisen), dass Wasser insbesondere an den verschraubten Stellen in die Vierkantprofile eindringen kann, was zum Durchrosten von innen führt. Ich finde, dass diese Ware vom Markt genommen werden sollte.






Welche Erfahrungen habt Ihr mit Obelisken gemacht?

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen guten Start in die neue Woche.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Menschen & ihre Gärten, heute Fotos aus dem Vechtetal Garten von Ina & Jan Kruit in Laar (Teil II)...



Hier, liebe Garten- und Taglilienfreunde, zeige ich Euch noch ein paar Pflanzenfotos aus dem Garten von Ina und Jan Kruit, die ich Euch nicht mehr in meinem sowieso schon zu umfangreichen ersten  Post zumuten wollte. Ich finde, es wäre zu schade, wenn sie in meinem Archiv ungezeigt verschwinden würden.

Viel Spaß beim Betrachten. Übrigens haben einige Besucher dort kräftig zugeschlagen und tütenweise Pflanzenschätze mit nach Hause genommen. Die Preise waren sehr human.











Die Leuchtkraft von Agapanthus ist einmalig. Schade, dass Fotos dieses Blau nicht richtig widerspiegeln.



Unzählige Sorten an Taglilien gab es dort zu bewundern. Auch die Pflanzen, die Besucher von dort mitnahmen, hatten eine stattliche Größe. Das hatte ich schon anders gesehen, wo es nur einen Trieb gab.

Clematis...


 
Die schönen Blätter gehören nicht zum Allium.


Leider weiß ich den Namen der obigen Staude nicht. Auch viele andere kenne ich nicht. Sie hatten aber allesamt eine tolle Wirkung.




Teil I verpaßt? Das läßt sich HIER sofort nachholen. Mit einem Klick seid Ihr im Gartenparadies von Ina und Jan Kruit.


'Viel Glück'

 
Mit diesem vierblättrigen Kleeblatt endet nun endgültig die Bilderflut meiner Gartentour, die mich total begeistert und mir viel Freude bereitet hat. 

Ich bedanke mich an dieser Stelle ausdrücklich noch bei den Damen von KIM, die diese drei wunderschönen Gärten ausfindig gemacht, vorbesichtigt  und diese sehr empfehlenswerte Busgartentour organisiert haben. Ich bin schon sehr gespannt, wohin es 2018 geht und hoffe natürlich, wieder mit dabei sein zu dürfen.

Nach der Besichtigung der ersten beiden Gärten gab es übrigens auch noch einen Mittagsimbiss in einem Kloster-Restaurant. 

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.